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Flucht der Realität

Das Meer glänzt als würden sich tausende Diamanten auf der Oberfläche des Wassers befinden. Gelbe Diamanten, die die Sonne schickt  um die Menschheit in Staunen zu versetzen. Meine Hände gleiten langsam über den dunklen Sand, den das Licht der untergehenden Sonne nicht mehr erreicht. Ich balle eine Faust. Spüre den Sand, ich reiße die Hand in die Höhe und öffne langsam die Finger, lasse den Sand hindurchrieseln auf seinen ehemaligen Platz zurück. Nochmals lasse ich meien Hand in den Sand gleiten. Ich spüre ihn. Er ist warm und weich, ähnelt nicht seinem Ursprung, diesen harten, kalten Felsen aus denen er geborn war.
Die Dunkelheit breitet sich weiter aus. Die Diamanten verschwinden entgültig hinterm Horizont, ertrinken im Meer. Es wird kalt und leer um mich herum. Wie früher, zu Hause, bevor ich hierher kam. Nochmals stoße ich meine Hände in den Sand, grabe sie tiefer, bis der Sand feucht wird. Feucht und kalt wie die Vergangenheit, die Vergangenheit die ich verdrängen will, die mich jede Nacht wieder einholt, heimsucht.
Jede Nacht wenn ich hier im  kalten Sand liege und versuche zu schlafen. Immer wenn ich die Augen schließe sehe ich ihn vor mir. Aber ich muss sie schließen. Langsam, vorsichtig klappe ich meine Augenlieder hinunter. Der nasse Sand in meiner Hand. Nein, kein Sand. Der Schwamm. Blutig, warmes nasses Blut. Ich drücke den Schwamm hinunter, auf ihren Arm, sie soll aufhören zu Bluten.
Der Schmerz übermannt mich. Ihr Gesicht drängt sich in mein Blickfeld. Ihre Lippen die sich zu einem Lächeln verziehen aber ihre Augen sind voller Angst. Ihre perfekten blauen Augen. So wie das Meer, wenn die Sonne direkt darauf scheint. Ihre Lippen öffnen sich. Ihre schmalen und dunkelroten Lippen öffnen sich. Die Farbe der gerade überstandenen Abenddämmerung. Sie will etwas sagen, doch sie ist zu schwach.
Die Erinnerung verschwimmt durch die Tränen, die in diesem Moment in meine Augen treten. Ich sehe nichts mehr. Aber ich spüre noch. Ich spüre ihre Hände an meinen Handgelenken. Ein so deutliches Gefühl. Als würde es wirklich geschehen. Nein, es geschieht wirklich. Ich reiße meine Augen auf. Ich sehe sie nicht.
Nur die Hände an meinen Handgeleken, an denen Arme hängen. Arme die hinter meinem Körper verschwinden. "Keine Angst." flüstert jemand in mein Ohr. Diese Stimme. Er ist es. Nein. Warum ist er hier? Was macht er hier? Ich muss hier weg. Sofort! Dann spüre ich die Schmerzen, die sich langsam meine Rücken hinunter ausbreiten. Das Blut ist wieder auf meiner Haut, aber nicht an Meiner Hand, sondern an meinem Rücken. Alles wird schwarz.
 

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Ich habe euch eine neue Seite erstellt, über Schauspielerei, könnt ja einfach mal reinsehen.

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